Tabelle & Richtwerte
Anschläge pro Minute: Was ist gut?
Tippgeschwindigkeit nach Alter, Beruf und Niveau – in Anschlägen pro Minute und WPM. Finde heraus, wo du stehst und wie du schneller wirst.
Tippgeschwindigkeit testenKurz gesagt
Anschläge pro Minute nach Alter
Richtwerte in Anschlägen pro Minute und Wörtern pro Minute (WPM), vom Kind bis zum Profi.
Anschläge pro Minute nach Beruf
Übliche Erwartungen in Berufen mit viel Tastaturarbeit. Das sind Richtwerte – die konkrete Anforderung steht in der Stellenanzeige.
So tippst du schneller
Praktische Tipps für mehr Anschläge pro Minute, nach bewährten Methoden.
Lern das Zehnfingersystem
Schau nicht mehr auf die Tastatur. Beim Zehnfingersystem hat jeder Finger feste Tasten, und das Muskelgedächtnis übernimmt. Am Anfang bist du langsamer, danach zahlt es sich mehrfach aus. Starte mit der Grundreihe – auf der deutschen QWERTZ-Tastatur A S D F und J K L Ö – und arbeite dich von dort vor. Ä, Ü und ß haben eigene Tasten rechts außen.
Täglich 10–15 Minuten üben
Kurzes, regelmäßiges Üben bringt mehr als lange, seltene Einheiten. Tägliche Wiederholung baut das Muskelgedächtnis auf, mit dem Tippen automatisch wird. Stell dir einen Timer und üb jeden Tag zur selben Zeit.
Genauigkeit vor Tempo
Tempo mit Fehlern ist kein echtes Tempo. Jede Korrektur kostet Zeit und bringt dich aus dem Rhythmus. Ziel zuerst auf mindestens 97 % Genauigkeit und steigere dann nach und nach dein Tempo. Wer genau tippt, wird ganz von selbst schneller.
Fortschritt messen
Mach einmal pro Woche einen Tipptest. Steigende Anschläge pro Minute motivieren und zeigen dir deine Schwachstellen. Konzentrier dich auf die Tasten und Buchstabenfolgen, bei denen du am meisten langsamer wirst.
So ist der Test aufgebaut und bewertet
Eine Tempoangabe ist genau so viel wert wie die Methode dahinter. Hier ist unsere.
Text zum Lesen, keine Wortliste
Die deutsche Version des Tests nutzt 200 Auszüge aus gemeinfreien deutschsprachigen Büchern von Project Gutenberg, vor allem aus Kinder- und Jugendbüchern von Johanna Spyri, Agnes Sapper und Waldemar Bonsels, aber auch von Fontane, Kafka und Thomas Mann. Jeder Auszug besteht aus ganzen Absätzen und ist 5.544 bis 6.205 Zeichen lang, rund 1.000 Wörter. Ein Test aus häufigen Wörtern in zufälliger Reihenfolge wäre kein Lesen mehr, sondern Mustererkennung – und die will niemand messen.
Umlaute, ß und Satzzeichen
Die Auszüge enthalten Dialoge, Kommas, Punkte, Umlaute und ß, so wie sie in echter Prosa vorkommen. Gerade dort sind die meisten am langsamsten, und ein Test ohne sie schmeichelt dir. Typografische Anführungszeichen und Gedankenstriche werden zu den Zeichen auf der Tastatur (" und -), damit du sie tippen kannst. Ziffern kommen in Literatur kaum vor. Zeilenumbrüche werden mitgetippt: Jede Zeile endet mit einem Satz.
Jeder Auszug wird geprüft
Bevor ein Auszug in den Test kommt, prüft ein Skript Länge, Zeilenlänge und Rechtschreibung. Alte Schreibweisen werden nur dort auf die Rechtschreibung von 2006 gebracht, wo das eindeutig geht (daß → dass, Thür → Tür). Absätze mit Wörtern, die in keinem zweiten der rund 500 gemeinfreien Bücher unseres Wortbestands vorkommen, mit Dialekt, mit Wörtern von einer Sperrliste oder mit Zeichen, die sich auf einer deutschen Tastatur nicht tippen lassen, fallen heraus. Aus den übrigen wurden die leichtesten gewählt, gemessen mit der deutschen Lesbarkeitsformel nach Amstad. Weil ältere Prosa längere Sätze hat, sind sie trotzdem etwas anspruchsvoller als die englischen Texte.
Dein Ergebnis wird gemessen, nicht geglaubt
Wenn ein Test beginnt, stellt der Server ein signiertes Ticket mit dem ausgegebenen Text und der gewählten Testlänge aus. Wenn du abschickst, erzeugt er genau diesen Text neu und vergleicht deine Tastenanschläge Zeichen für Zeichen damit. Das Tempo, das du siehst, hat der Server aus deiner Eingabe gemessen – es ist keine Zahl, die dein Browser gemeldet hat. Ein Ergebnis, das die Tastenanschläge nicht stützen, wird gespeichert, aber markiert, und markierte Ergebnisse kommen nicht in die Bestenliste.
Die Uhr läuft so lange wie dein Test
Anschläge pro Minute sind deine korrekt getippten Zeichen, bezogen auf die Länge des Tests – sechzig Sekunden beim 1-Minuten-Test, egal ob dein letzter Tastenanschlag genau in die letzte Sekunde fiel. Jedes Zeichen einschließlich Leerzeichen zählt als ein Anschlag; WPM ist dieselbe Zahl geteilt durch fünf. Würde man stattdessen die Zeit zwischen erstem und letztem Tastenanschlag nehmen, fiele die Pause still weg, die entsteht, wenn der Timer mitten im Wort stoppt. In 385 Tests über eine Minute hat diese Abkürzung das Ergebnis im Schnitt um 8,1 % erhöht, und umso mehr, je schneller jemand tippt.
Fehler zählen dort, wo sie passieren
Genauigkeit ist der Anteil deiner Tastenanschläge, die im Moment des Drückens zum gerade fälligen Zeichen passten. Mit „Bei Fehler anhalten“ bleibt der Cursor nach einer falschen Taste stehen, und die korrekte Wiederholung zählt als Treffer; ohne diese Einstellung läuft der Cursor weiter. Beide Modi werden so bewertet, wie sich die Einstellung tatsächlich verhält, deshalb bedeutet Genauigkeit in beiden dasselbe.
Eine Folge davon sagen wir offen: Dein Ergebnis hier liegt oft unter dem eines Tests aus kurzen, häufigen Wörtern ohne Satzzeichen und Umlaute. Genau darum geht es. Die Zahl soll auch dann noch stimmen, wenn du sie jemand anderem nennst.
Häufige Fragen
Wie viele Anschläge pro Minute sind gut?
Erwachsene tippen im Durchschnitt etwa 200 Anschläge pro Minute (40 WPM). Ab etwa 250–300 A/min (50–60 WPM) bist du für die meisten Bürotätigkeiten schnell genug. 325–375 A/min (65–75 WPM) sind das Niveau beruflich Tippender, ab 400 A/min (80 WPM) tippst du sehr schnell. Alle Werte setzen eine hohe Genauigkeit voraus.
Sind 200 Anschläge pro Minute gut?
200 A/min entsprechen 40 WPM und damit ungefähr dem Durchschnitt Erwachsener. In Stellenanzeigen und Schreibtests für Büro und Verwaltung tauchen oft Mindestwerte wie 150, 180 oder 200 Anschläge pro Minute auf; maßgeblich ist immer die konkrete Ausschreibung. Mit regelmäßigem Üben im Zehnfingersystem sind 250–300 A/min gut erreichbar.
Wie rechne ich Anschläge pro Minute in WPM um?
Ein „Wort“ bei WPM sind fünf Zeichen einschließlich Leerzeichen. Teil die Anschläge pro Minute also durch fünf: 200 A/min sind 40 WPM, 300 A/min sind 60 WPM. In die andere Richtung multiplizierst du mit fünf. Unser Tipptest zeigt beide Werte nebeneinander.
Wie bestimmt dieser Test mein Tempo?
Wenn der Test beginnt, stellt der Server ein signiertes Ticket mit dem ausgegebenen Text und der gewählten Testlänge aus. Wenn du abschickst, erzeugt er genau diesen Text neu und vergleicht deine Tastenanschläge Zeichen für Zeichen damit. Anschläge pro Minute sind deine korrekten Zeichen über die gewählte Testlänge, WPM sind dieselbe Zahl geteilt durch fünf. Die Zahl, die du siehst, hat der Server gemessen, nicht dein Browser.
Warum ist mein Ergebnis hier niedriger als in anderen Tipptests?
Aus zwei Gründen, beide gewollt. Die Texte sind echte Prosa mit Satzzeichen, Dialogen, Umlauten und ß statt einer Folge kurzer, häufiger Wörter – und genau dort sind die meisten am langsamsten. Außerdem läuft die Uhr über die ganze Testlänge statt vom ersten bis zum letzten Tastenanschlag, sodass die Pause, die entsteht, wenn der Timer mitten im Wort stoppt, nicht still wegfällt. In 385 Tests über eine Minute hat das Weglassen dieser Pause ein Ergebnis im Schnitt um etwa 8 % erhöht, und umso mehr, je schneller jemand tippt.
Woher kommt der Text im Test?
Aus gemeinfreien deutschsprachigen Büchern von Project Gutenberg, vor allem Kinder- und Jugendbüchern (Johanna Spyri, Agnes Sapper, Waldemar Bonsels), außerdem Fontane, Kafka und Thomas Mann. Jeder Auszug wird vorher geprüft: Länge, Zeilenlänge, moderne Rechtschreibung und eine Sperrliste. Alte Schreibweisen wie „daß“ werden zu „dass“, typografische Anführungszeichen und Gedankenstriche zu Zeichen, die du auf der Tastatur findest.
Welche Tippgeschwindigkeit brauche ich im Büro?
Für die meisten Bürotätigkeiten gelten 250–300 A/min (50–60 WPM) bei guter Genauigkeit als solide. In der Datenerfassung können 300–400 A/min (60–80 WPM) verlangt werden, in Sekretariat und Assistenz oft 275–350 A/min (55–70 WPM). Wer schneller tippt, hat in jedem Job mit viel Computerarbeit einen Vorteil.
Wie schnell sollte man beim Programmieren tippen?
Die meisten, die beruflich programmieren, tippen 250–350 A/min (50–70 WPM). Beim Programmieren zählt Genauigkeit aber mehr als reines Tempo. Wichtiger als Tempo bei Fließtext ist, Sonderzeichen wie Klammern, Semikolons und Operatoren schnell zu tippen – auf QWERTZ liegen { } [ ] \ | auf der AltGr-Taste. Wer 300 A/min (60 WPM) fehlerfrei tippt, ist produktiver als jemand mit 450 A/min (90 WPM) und vielen Fehlern.
Kann ich schneller tippen lernen?
Ja. Mit 10–15 Minuten strukturiertem Üben am Tag werden die meisten innerhalb eines Monats um 50–100 A/min (10–20 WPM) schneller. Entscheidend sind Regelmäßigkeit und Genauigkeit zuerst. Nutz einen strukturierten Tippkurs, üb das Zehnfingersystem (tippen, ohne auf die Tastatur zu schauen) und mach regelmäßig einen Tipptest, um deinen Fortschritt zu verfolgen.
Wie viele Anschläge schaffst du?
Mach den kostenlosen 1-Minuten-Test und vergleiche dein Ergebnis mit den Tabellen oben.